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von Dominik Storch
Nach dem souveränen Erstrundensieg gegen die Schachfreunde Frankfurt hatten wir am Montag dem 12. April 2010 unsere Halbfinalgegner aus Bad Homburg zu Gast, die am ersten Brett einen FM aufboten und auch an den übrigen Brettern nominell stärker waren.
Den Grundstein zum Mannschaftssieg legte Eric Pade, der mit Weiß am zweiten Brett seinen Gegner Hellmuth Lebermann mit einem energisch vorgetragenen Angriff zur Aufgabe zwang, während die anderen Spiele sich noch in der Eröffnungsphase befanden.
Am ersten Brett konnte Grover mit Schwarz ein schwieriges Endspiel gegen FM Ralf Dunsbach remis halten, so dass dank Berliner Wertung ein Remis an den beiden letzten Brettern zum Weiterkommen gereicht hätte.
Uli und Dominik an Brett 3 und 4 standen gut, doch dann gelang es Dominik, ein ausgeglichenes Endspiel, das er durch Hin- und Herziehen des Königs einfach remis gehalten hätte, durch aktive Züge auf unglaublich peinliche Art zu verlieren, womit die Verantwortung für den fehlenden halben Punkt nun bei Uli lag.
Obwohl er durch ein starkes Qualitätsopfer Druck gegen den feindlichen König aufbaute und die Partie mit guten Chancen auch auf Gewinn hätte weiterspielen können, entschied er sich mannschaftsdienlich für ein Dauerschach und ebnete unserem Verein damit den Weg ins Finale, wo wir auf den SV Oberursel treffen werden, der in den beiden vorigen Runden mit einem IM und drei FMs angetreten ist.
von Dominik Storch
Unser Team konnte die Schachfreunde Frankfurt II mit 4:0 überzeugend schlagen.
Am ersten Brett gelang Grover mit den weißen Steinen eine hübsche Kombination: Durch ein Springeropfer konnte er Drohungen gegen den unrochierten schwarzen König aufstellen, so dass er die Figur zurückgewinnen konnte und aus den Verwicklungen mit Mehrbauer herausging, den er sicher zum Gewinn verwertete.
Am zweiten Brett konnte Eric mit Schwarz demonstrieren, dass der Colle-Aufbau seines Gegners gegen Pirc keine gute Wahl war. Bereits im Mittelspiel konnte Eric mit einem Doppelangriff eine Figur gewinnen und ließ danach nichts mehr anbrennen.
Am dritten Brett nutzte Sebastian mit Schwarz einen Eröffnungsfehler seiner Gegnerin gnadenlos aus und schnappte sich den wertvollen e4-Bauern, wonach die Partie eigentlich schon gelaufen war.
Am vierten Brett wagte Dominik mit Weiß ein Experiment mit dem Königsgambit und erreichte eine vielversprechende Stellung, erspähte dann aber eine Kombination, bei der ein weißer Läufer auf h6 verloren ging. Dominik musste mit Minusfigur weiterkämpfen und konnte nach beidseitigen Fehlern am Ende doch noch den vollen Punkt für sich verbuchen.
In der zweiten Runde des Viererpokals trifft der FTV am 12. April an unserem Spielabend auf Bad Homburg. Zuschauer sind herzlich willkommen!
von Ingo Rutkowski
Am letzten Augustwochenende mussten wir mit unserer U14 Mannschaft ein Qualifikationsturnier bestreiten.
Bei diesem höchst überflüssigen Wettbewerb treffen sich regelmäßig die Landesverbände aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Thüringen und aus Hessen um das hässliche Entlein zu ermitteln, den Verein, der nicht an der Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaft teilnehmen darf.
So begab ich mich am frühen Morgen des 29.8. zusammen mit Michael, Murat, Arsen und Peter auf die Reise ins schöne Erfurt mit dem Ziel nur nicht Letzter zu werden.
Gleich in der ersten Runde wartete die nominelle Nummer Vier, der Verein aus Niederkirchen(Rheinland-Pfalz).
Ein Sieg in dieser Begegnung durfte schon als die halbe Miete betrachtet werden.
Trotzdem sich Peter mit Plusturm noch völlig unnötig einzügig mattsetzen ließ war der 3-1 Sieg niemals wirklich gefährdet.
In der zweiten Runde stand das Spitzenspiel gegen den Saarlandmeister Reti Hausweiler an.
Murats Spiel darf als echtes Highlight betrachtet werden.
Die Analyse mit Fritz ergab zwischenzeitlich einen Vorteil von über 20 für den Gegner, ehe sich Murat ins Dauerschach retten konnte. Da aber bei Michael am Schluss einiges mehr als die Niederlage drin gewesen wäre, darf das 2-2 wohl als leistungsgerecht gewertet werden.
Es reichte beiden Teams schon zur vorzeitigen Qualifiaktion.
Am nächsten Morgen mussten wir dann noch das Zünglein an der Waage abgeben im Fernduell Erfurt gegen Niederkirchen. Unser hochklassiger 4-0 Erfolg gegen Erfurt hätte die beinahe noch ins Aus befördert, denn Niederkirchen stand kurz vor einer Überraschung gegen Hausweiler. Wir hatten damit nicht nur die Pflichtaufgabe erfüllt, sondern sogar das Turnier gewonnen und mit der großartigen letzten Runde (tolle Partien) schon viel Lust auf die Deutsche im Dezember gemacht. Alle vier Spieler spielten auf einem guten Niveau und erreichten 2 Punkte (Michael und Peter) oder 2,5 Punkte (Murat und Arsen).
Nach dem Turnier hatten wir zum Glück noch genug Zeit für einen vergnüglichen Stadtrundgang durch Erfurt und wissen jetzt, dass die Krämerbrücke eine echte Attraktion ist.
von Dominik Storch
Am letzten Augustwochenende war es wieder soweit: Ein halbes Dutzend von uns machte sich auf zum Großfiguren-Schachturnier im beschaulichen Bergdorf Brotterode.
Es war bereits unsere fünfte Teilnahme, doch noch nie war uns der Turniersieg geglückt. Würde es diesmal für den begehrten Siegerpokal reichen?
Am Tag unserer Ankunft wehte uns ein kalter Wind um die Ohren, so dass wir im Wirtshaus Zuflucht suchten, um uns mit Thüringer Spezialitäten und reichlich Gerstensaft für das morgige Turnier zu stärken.
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Nach einer viel zu kurzen Nacht fanden wir uns an den 12 Großfiguren-Brettern ein, an denen so mancher von uns den Überblick verlor. So mancher Bauer wurde im Figurengetümmel eingestellt und Zeitnot ist im Großfigurenschach nicht nur mit geistiger Anstrengung verbunden. Auf den Fotos kann man sehen, wie viel Spaß das Spielen auf den großen Feldern unter freiem Himmel macht. Ein Unglück passierte leider Helena, die mitsamt dem Untergrund (selbst hergestellten Pappfeldern) den Bodenhalt verlor und im Anschluss das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen musste, um die offene Wunde über der Augenbraue nähen zu lassen.
Bei einem Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen reichte es für unsere Frankfurter Mannschaft immerhin noch für den dritten Platz und eine Sahnetorte. Der Turniersieg muss dann wohl auf nächstes Jahr verschoben werden.
Im Anschluss fand noch ein Blitzturnier an normalen Brettern statt, das unser geliebter Vorsitzende Hendrik sensationell gewann. Alle seine Gegner mit Ausnahme von Vereinskamerad Dominik hatte er bezwungen. Mit 10,5 aus 11 in einem starken Teilnehmerfeld hatte er sich den hübschen Holzpokal redlich verdient.
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Am Ende der achtstündigen Radtour stand ein stolzgeschwellter Holger mit 5 aus 5 als Sieger fest und konnte somit seinen Titel vom Vorjahr behaupten.
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von Dominik Storch
Am 22. August startete die Schachabteilung des Frankfurter TV 1860 gemeinsam mit der Deutschen Schachjugend und mit Unterstützung von Zeil Aktiv eine Werbeaktion auf der Frankfurter Hauptwache, wo zur selben Zeit auch das Apfelweinfest stattfand.
Mit dieser Aktion wollten wir Kinder und Jugendliche für den Schachsport begeistern und dabei vielleicht auch neue Mitglieder für unseren Verein gewinnen.
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Das Großfigurenschach direkt vor dem Café Hauptwache lockte zahlreiche Zuschauer an, von denen einige die Plastikfiguren nur um wenige Zentimeter überragten und an den Tischen warteten Erwachsene und Kinder aus unserem Verein auf Neugierige, um ihnen die Regeln zu erklären oder ein Freundschaftsspiel anzubieten. Unter ihnen waren auch die amtierende U18-Hessenmeisterin Nino Begeluri und einige andere Kaderspieler aus unserer Talentschmiede.
Zu jeder vollen Stunde wurde ein Anfängerkurs von einem unserer Jugendtrainer angeboten und nachmittags fand ein kleines Blitzturnier mit attraktiven Preisen statt. Nicht zuletzt dank des traumhaften Wetters war unser Stand gut besucht. Es fanden sich auch viele Touristen aus anderen Bundesländern und dem Ausland bei uns ein ein, so dass wir auch einige Aufbauhilfe für das Schach in Taiwan und Korea leisteten.
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Erfreulicherweise ist es auch gelungen, junge Frankfurter für den Schachsport zu interessieren, von denen wir hoffentlich einige bald bei uns im FTV 1860 begrüßen dürfen.
von Dominik Storch
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Wie im letzten Jahr waren Erwachsene des FTV und Kinder aus anderen Vereinen des Bezirks zur Teilnahme an unserer Jugendmeisterschaft eingeladen, die auch diesmal wieder als siebenrundiges Schnellschachturnier mit 20 Minuten Bedenkzeit ausgetragen wurde.
Insgesamt 40 Spieler im Alter von 8 bis 38 Jahren aus Frankfurt, Offenbach, Oberursel, Bad Homburg, Bad Nauheim und Gründau kämpften in entspannter Atmosphäre um Punkte.
Für das leibliche Wohl war dank liebevoll belegter Brötchen und Kuchenspenden wieder bestens gesorgt und auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.
Das Turnier blieb bis zuletzt spannend: In der letzten Rune traf der verlustpunktfreie Lars Meier auf den an Eins gesetzten Dominik Will. Obwohl Dominik diese Partie für sich entscheiden konnte und beide Spieler mit beachtlichen 6 aus 7 punktgleich ins Ziel einliefen, gab ein halber Buchholzpunkt den Ausschlag für die Gründauer Stimmungskanone, die mit dem Turniersieg für ihre kämpferische Einstellung belohnt wurde. So lehnte Lars in der dritten Runde in einem schlechteren Turmendspiel trotz hängenden Blättchens die Remisangebote seines planlos agierenden Gegners so oft ab, bis dieser die Zeit überschritt.
Wir hoffen, dass der Turniersieger im kommenden Jahr antreten wird, um seinen Titel zu verteidigen. Dominik errang trotz seines zarten Alters von 14 Jahren den U18-Preis und sorgte damit dafür, dass sein Bruder Patrick mit 5,5 Punkten und dem dritten Platz bei der Preisverteilung leer ausging.
Der FTV-Nachwuchs konnte in sich in den Altersklassen U16, U14, U12 und U8 durchsetzen:
U16-Meister wurde mit 5 Punkten der erst 13jährige Spieler Murat Diyap, Mit ebenfalls 5 Punkten aber schlechterer Buchholz wurde Arsen Abrahamyan U14-Meister. Philipp Hein mit 4,5 und Frank Shkolnikov mit 3 Punkten wurden U12 bzw. U8-Meister.
In der Altersklasse U10 war Maximilian Spierling aus Oberursel mit 4 Punkten bester Spieler, Beste Dame wurde mit ebenfalls 4 Punkten Susanne Brause.
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Wir hoffen, dass Euch unser kleines Turnier gefallen hat und wir alle Teilnehmer auch im nächsten Jahr wieder auf unserer Offenen Jugend-Vereinsmeisterschaft begrüßen dürfen!
von Ingo Rutkowski
Für jeden Schachspieler sollte Schach natürlich das schönste Spiel auf der Erde sein. Doch wer ein echter Spielefreund ist, sollte auch über den schachlichen Tellerrand hinausschauen können. Einer der absoluten Spieleklassiker ist das schon über 25 Jahre alte Scotland Yard aus dem Ravensburger Verlag, jeder sollte eins haben.
Vor kurzem stieß ich nach einem Spiel mit Maria Bajorski und ihrer Familie im Internet auf die Idee das Spiel live in der Stadt zu spielen. Ich wusste im gleichen Augenblick: Das musst du machen.
Laut Information der Frankfurter Verkehrsbetriebe hatte das in Frankfurt noch keiner probiert, in einigen anderen Städten Deutschlands hat das schon Tradition.
Und in relativ kurzer Zeit war das Spiel tatsächlich auf die Beine gestellt. Dabei halfen mir Hendrik Raab und ganz besonders Helena Fischer, die mit Computers Hilfe eine wunderschöne Karte entwickelte, die im Spiel als Plan diente.
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Am 4. Juli traf sich am Zoo eine bunte und lustige Schar und begab sich auf Verbrecherjagd. Ich als Spielleiter, der das Geschehen über Handy koordinierte, betreute nun fünf Gruppen.
Die Gruppe Rossdorf kam eigentlich kaum aus Rossdorf, doch Jasmin Breitwieser sah das natürlich anders. Zu ihr gesellten sich Frank Roeberg, Alexander Lähnwitz, Moritz Nazarenus und eine Freundin von Jasmin.
Hendrik und Helena wurden von Michael Medvedovski verstärkt und die Gruppe Devils bildeten Helenas Schwester Susanne,ihr Mann Thilo und Dennis Ranke.
Eine lustige Jugendgruppe bildeten Elias Polak, Lars Meier aus Gründau und Nicolas Hartmann aus Hofheim, der gleich noch seine Freundin Svenja mitbrachte.
Das alles waren die guten lieben Detektive, die unsere Mister X Gruppe fangen sollten, die per Los bestimmt worden war.
Dies waren unsere Kleinsten: Arsen Abrahamyan, Murat Diyap und Anton Ryvkin, die als Gruppenleiter Dominik Storch zur Seite gestellt bekamen.
Es konnte mit S-Bahn, U-Bahn, Bussen und Strassenbahn gefahren werden, allerdings nur zu Stationen, die auf unserer Karte verzeichnet waren.
Sollte Mister X vier Stunden durchhalten, so hatten sie gewonnen. Wer nun dachte, dass unsere Diebe feige davonlaufen würden, der hatte seine Rechnung aber ohne Dominik gemacht. Der hatte wohl eher Regeln oder Sprüche wie : Angriff ist die beste Verteidigung oder: Der Täter kehrt immer zum Tatort zurück im Kopf. Zumindest sorgten sie so dafür, dass die Detektive zu Erfolgserlebnissen kamen und das Spiel tatsächlich an das Original erinnerte, denn da verliert Mister X ja ständig.
Nach dem Spiel durfte nun heftigst diskutiert werden, wie denn die Chancen in unserem Spiel verteilt waren, denn dass es so einfach für die Detektive sei, wollte doch keiner so recht glauben. Und allein schon deshalb wollen alle so schnell wie möglich noch einmal spielen.
Dann werden wir die Schwachstellen, die unser Regelwerk noch aufwies hoffentlich verbessern und etwas langfristiger planen. Geplant ist ein Termin irgendwann im Herbst, und ihr solltet alle mitspielen. Ehrlich gesagt träume ich schon davon daraus ein Event wie den Ironman Triathlon zu machen.
Naja vielleicht nicht ganz…
von Ingo Rutkowski
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Am 27.6.2009 fanden in Raunheim die Mannschaftsmeisterschaften der U14 und U20 Jugendlichen statt.
Wir traten mit Michael, Murat, Arsen und Peter in der U14 an. Als deutlicher Favorit mit dem Ziel sich unbedingt für die deutsche Meisterschaft qualifizieren zu wollen konnte man eigentlich nur verlieren, und so ging es auch gleich los:
Arsen tritt als Schwarzer auf: 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4?! d6?! 4.Sc3 Lg4??
Spielen hier Gegner mit ?
Doch der Arm seines Gegners ergreift den Läufer…
und stellt ihn von c4 nach b5.
Da hat man gleich wieder Lust nach Hause zu fahren, doch Peter legt nach. Er übersieht ein Matt, wodurch er eine Figur verlöre, doch auch sein Gegner (oder besser Partner) verzichtet. Michael mit leichten Problemen und Murat mit glattem Sieg vollenden zum 4:0 gegen einen galanten Gastgeber aus Raunheim.
Die 2. Runde Runde bringt uns das Frankfurt Derby gegen Maccabi 1, die allerdings ohne ihre komplette 1.Garnitur antraten.
Die durchwachsenen Leistungen der 1.Runde waren eine geeignete Warnung für alle, denn nun traten alle wesentlich konzentrierter an und kamen durchweg zu überzeugenden Siegen.
In der 3. Runde kommt es zum vermeintlichen Spitzenspiel gegen meinen Ex-Club aus Hofheim. Normalerweise immer ein Spiel, das ein komisches Gefühl erzeugt.
Doch der Wunsch mit den Jugendlichen an Weihnachten zur Deutschen Meisterschaft fahren zu können ist so groß, daß meine Symphatien diesmal extrem verteilt sind.
Und ich werde nicht enttäuscht, denn die guten Leistungen aus der Runde zuvor gegen ein schwächeres Team haben nicht getäuscht. Lediglich Arsen kommt in einem Abtauschfranzosen nicht über ein mannschaftsdienliches Remis hinaus. Peter stellt in der Eröffnung fast eine Figur ein, muss aber mit der berührten Figur einen dummen Zug machen, doch danach läuft alles glatt. Peter gewinnt klar und stellt damit den Sieg klar, denn Murat hatte Maria Bajorskis Bruch der Eröffnungsprinzipien mit Messers Schärfe bestraft. Nun spielte noch Michael gegen die frischgebackene Deutsche U10 Meisterin Lea Brandl. Auch Michael bietet eine souveräne Vorstellung und vollendet zum hochverdienten 3,5 – 0,5.
Die vierte Runde am zweiten Tag beschert uns einen Gegner aus Gernsheim und zwei glatte Siege von Michael und Peter. Die anderen Partien sind jedoch lange unklar oder schlecht (Murat). So gibt Arsen seine immer noch unklare Stellung mannschaftsdienlich remis, damit nichts mehr anbrennt.
Dass das nicht nötig gewesen wäre liegt dann an Murat, der am Schluss schwer aufdreht und mit astreinem erstickten Matt vollendet.
Bei drei Mannschaftspunkten Vorsprung durfte nun schon gefeiert werden und es fiel nicht besonders leicht mit der gleichen Konzentration wie in den Runden zuvor die letzte Runde anzugehen. Im Spiele gegen Kelkheim fühlte ich mich recht schnell an Runde 1 erinnert. Peter und Murat machten die Erfahrung, dass Sg5 im Zweispringerspiel auch für Weiß gewisse Theoriekenntnisse voraussetzt, auch wenn Peters Partie glatt verläuft. Arsen lernte wie schnell man im Morra Gambit auf Verlust stehen kann.
Ich könnte jetzt noch einiges über die Partien erzählen, doch am Ende stand es wieder 4 – 0.
Mit 19-1 Brettpunkten war wohl sogar die DWZ Erwartung erfüllt und das Turnier souverän vor Hofheim 2 und Maccabi Frankfurt gewonnen.
Ein ganz großer Dank von mir geht an Michael, Murat, Arsen und Peter. Es war ein riesengroßes Vergnügen euch zu betreuen, auch wenn es nicht immer einfach ist die Vier in den Pausen dazu zu bekommen mal etwas anderes als Schach zu machen.
Nun warten alle mit Ungeduld auf die erneute Teilnahme an der deutschen Meisterschaft.
von Uli Fischer
Auf Anregung unseres inzwischen leider verstorbenen Mitglieds Dietmar Rübsamen entschlossen wir uns, in diesem Jahr erstmalig neben der Vereinsmeisterschaft noch einen Vereinspokal auszuspielen. Der Sieger wurde im sogenannten „EM-Modus“ ermittelt. Das hieß, dass wie bei der Fußball-Europameisterschaft alle 16 Teilnehmer in vier gleich große Gruppen eingeteilt wurden und die jeweiligen beiden ersten jeder Gruppe sich für die K.O-Runde qualifizierten.
Die Stärke des Teilnehmerfeldes erstreckte sich von 1841 DWZ-Punkten bis hinab zu 893 Punkten. Erfreulich war die große Anzahl an jugendlichen Teilnehmern. Wer allerdings geglaubt hatte, die älteren, in der Regel höher notierten Spieler könnten mühelos die Gruppenphase hinter sich bringen und den Pokal untereinander ausspielen, sollte eines besseren belehrt werden.
So bekam in der Gruppe A unser Geheimfavorit Dominik für sein lässiges und hochnäsiges Auftreten prompt die Quittung serviert und musste sich aufgrund zweier Niederlagen hinter dem verlustpunktfreien Paul und seinem anderen Bezwinger Murat mit dem dritten Platz begnügen. Immerhin konnte Dominik sich am Ende über einen kampflosen Trostpunkt über den Amerika-Reisenden Max freuen. Max selbst brauchte – obwohl es in seinen zwei ausgespielten Partien zu keinem Punkt reichte – mit seinen gezeigten Leistungen keineswegs unzufrieden sein, da er durchaus mit seinen Gegnern hatte mithalten können.
In der Gruppe B konnte ich mich an die Spitze des Feldes setzen. Neben zwei hart und auch mit Glück – die Uhr war in einer Partie mein Freund – erkämpften Siegen gegen Swetlana und Anton stand für mich ein Remis gegen Eric zu Buche. Auch dieser hatte gegen Swetlana weit mehr Mühe, als er wohl erwartet hatte, dennoch sicherte ihm dieser Sieg den zweiten Platz. Daher mussten Swetlana (3. Platz) und Anton (4. Platz) am Ende sehen, dass auch hervorragende Leistungen leider nicht immer von Erfolg gekrönt sind.
In der Gruppe C konnte Michael mit drei Siegen seiner Favoritenstellung gerecht werden. Die Entscheidung über den zweiten Platz dagegen gestaltete sich enger. Am Ende konnte sich Elias mit einem halben Punkt Vorsprung vor Petr durchsetzen, dieser wiederum hatte am Ende ebenfalls einen halben Punkt mehr auf dem Konto als der direkt hinter ihm platzierte Philipp.
Am engsten gestaltete sich die Entscheidung in Gruppe D. Mit Peer, Arsen und Peter hatten am Ende gleich drei Spieler jeweils zwei Punkte auf der Habenseite. Doch auch Saskia zeigte, dass sie mit diesen dreien mithalten konnte. Allerdings verhinderten insbesondere in der Partie gegen Peter, als sie eine Gewinnstellung nicht verwerten konnte, fehlendes Glück und wohl auch etwas fehlende Erfahrung am Ende ein besseres Ergebnis. Die Schnellschach-Stichkämpfe brachten schließlich die Entscheidung: Peer als erster und Peter als zweiter konnten sich vor Arsen für das Viertelfinale qualifizieren.
In diesem gaben sich die Gruppenersten keine Blöße und konnten dadurch ihre leichte Favoritenstellung rechtfertigen. Paul setzte sich gegen Eric durch, Peer gegen Elias und ich gegen Murat. Lediglich Michael musste – nachdem er sich mit Peter relativ früh auf ein Remis geeinigt hatte – in den Stichkampf gehen.
Allerdings war für ihn eine Runde später ebenfalls Endstation. In einer lange ausgeglichenen Stellung konnte Paul am Ende eine Unachtsamkeit ausnutzen und sich somit für das Finale qualifizieren. Ebenfalls eng verlief die andere Halbfinalbegegnung zwischen Peer und mir. Nachdem ich mich in einem sehr schwierigen Turmendspiel mit Minusbauern noch ins Remis retten konnte, hatte ich im anschließenden Stichkampf das bessere Ende für mich.
Somit wurde das erste Vereinspokal-Finale von Paul und mir bestritten. Diese Partie wird wohl nicht als die unbedingt interessanteste des Turniers in die Annalen eingehen. Drei Leichtfiguren-Paare wurden frühzeitig abgetauscht, die Bauern dagegen blieben fast vollständig auf dem Brett. Ich bot sehr bald Remis, Paul wollte uns beide allerdings noch drei weitere Stunden lang quälen. Heraus kam nach einem längeren Geschiebe am Ende doch eine Punkteteilung, der Schnellschach-Stichkampf musste die Entscheidung bringen. Hier behielt Paul schließlich die Oberhand. Sein Name wird somit als erstes in den neuen Wanderpokal eingraviert werden. Übrigens konnte er am gleichen Tag auch noch die Vereinsmeisterschaft und damit das Double gewinnen. Frechheit. Mir dagegen blieb der Trost, dass ich in den langen Partien des Pokals unbesiegt geblieben und mit dem Remis im Finale der einzige gewesen war, der die ansonsten weiße Weste des verdienten Siegers etwas bekleckern konnte.
von Uli Fischer
Nachdem wir uns durch die Vizemeisterschaft im Viererpokal des Bezirks Frankfurt für den Hessenpokal qualifizieren konnten – wir hatten uns nur dem Team des Zweitbundesligisten Oberursel knapp geschlagen geben müssen – traten wir am Sonntag, dem 7. Juni daheim gegen die zweite Garnitur der Schachfreunde Neuberg an.
Die Voraussetzungen schienen denkbar schlecht, standen uns mit Ingo, Grover und Gernot immerhin drei der vier besten Spieler unseres Vereins nicht zur Verfügung. Unsere „B-Vier“ wurde gebildet aus Josip, Paul , Michael und Uli. Die Neuberger waren daher favorisiert, dennoch rechneten wir uns gute Chancen aus.
Josip an Brett 1 kam bereits in der Eröffnung in eine schwierige, weil etwas passive Stellung. Nach langer, zäher Verteidigung musste er schließlich die Waffen strecken und leider einsehen, dass sein Kampfeswille nicht von Erfolg gekrönt sein sollte.
Paul an Brett 2 konnte an diesem Tag den Schönheitspreis für sich verbuchen. Mit einem mutigen Springeropfer brachte er seinen Gegner in arge Bedrängnis, gewann rasch das Material zurück und konnte seinen Angriff letztlich erfolgreich abschließen.
Michael sah sich an Brett 3 einem sehr solide verteidigenden Spieler konfrontiert, konnte aber ein Endspiel mit überlegenem Läufer gegen Springer erreichen. Hier bewies er gute Technik, leitete in ein schwieriges, aber gewonnenes Bauernendspiel über und konnte somit den zweiten Punkt für unsere Farben verbuchen.
Uli an Brett 4 konnte durch die Belagerung des gegnerischen isolierten Damenbauers die Partie lange ausgeglichen halten. In der Zeitnot-Schlacht hatte allerdings sein Gegner die besseren Nerven, erreichte die aktivere Stellung und erzwang einige Züge nach der Zeitkontrolle mit einem taktischen Schlag die Entscheidung.
Somit hieß es nach Brettpunkten und Berliner Wertung jeweils 2:2, der Blitzschach-Stichkampf musste die Entscheidung bringen. Hier behielt Neuberg mit 3,5:0,5 klar die Oberhand; letztlich ein ernüchterndes Ergebnis, so wie die Normalpartien nämlich verlaufen waren, war ein Weiterkommen unserer Mannschaft auf jeden Fall möglich gewesen.
Unser Dank gilt den sehr freundlichen und fairen Neubergern für dieses spannende Duell. Wir wünschen viel Erfolg für den weiteren Verlauf des Turniers.
von Dominik Storch
Am Pfingstwochenende hat der FTV mit 10 Jugendlichen und 8 Erwachsenen von Samstag
bis Montag seine Zelte in Gernsheim bei Darmstadt aufgeschlagen, um am dortigen
Jugend-Open teilzunehmen. Der idyllische Campingplatz ist an die Kapelle Maria Einsiedel
und ein Jugendgästehaus angeschlossen, wo wir gemeinsam frühstücken konnten.
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Nach dem Schach konnte man bei traumhaftem Wetter in der Sonne liegen oder Partien
analysieren. Das aus Frankfurt mitgebrachte Großfigurenschach zog auch zahlreiche
Spieler und Zuschauer an. Für unser leibliches Wohl war am ersten Abend dank Paul am
Grill und seiner bezaubernden Freundin Sarah-Lisa am Beilagen-Buffet bestens gesorgt.
Am zweiten Abend bestellten wir Pizza und Saskia brachte einige Köstlichkeiten von der
Konfirmationsfeier ihrer Schwester mit. Nach dem Essen saßen wir bis zu Beginn der
Nachtruhe am Lagerfeuer, wo unser Vereinsbarde Dennis mit seiner Ukulele für Stimmung sorgte.
Obwohl den jüngeren Campern die Texte von Simon & Garfunkel, Supertramp, Bryan Adams und den
Monkeys nicht geläufig waren und Dennis ihre Wünsche nach aktuellem Liedgut aus dem Bereich Hip-Hop
nicht erfüllen konnte, werden ihnen die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel
von Gernsheim noch lange in Erinnerung bleiben. Doch nicht nur Dennis konnte mit seiner
Sangeskunst Eindruck schinden, auch andere bisher verborgene Talente kamen zum Vorschein und
sorgten für Erstaunen: Christopher kann mit 8 Bällen jonglieren, Uli erzeugt im Schlaf Geräusche
wie ein Düsenjäger im Tiefflug und Max beherrscht den Rückfallzieher wie Rudi Völler in seinen
besten Zeiten. Dank seiner Tore konnte unsere Mannschaft am ersten Abend ein Fußballmatch gegen
die neben uns zeltenden Schachspieler aus Gründau klar für sich entscheiden. Neben Fußball
standen noch Billard, Kicker, Tischtennis und Tabu auf dem Programm, so dass nie Langeweile aufkam.
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Im A-Turnier mit 56 Teilnehmern gewann Michael mit 5 aus 7 und Platz 6 in der Endtabelle den U14-Preis.
In der letzten Runde gelang ihm ein Sieg gegen Uli, der mit 4 aus 7 auf Platz 14 landete. Christopher
hat in der letzten Runde trotz besserer Stellung in Zeitnot verloren, sonst wäre er mit 4,5 aus 7 unter
die ersten Zehn gekommen. So blieben ihm nur 3,5 aus 7 und Rang 26. Trösten kann er sich mit seinem
Sieg gegen den Zweitplatzierten Dominik Will, der alle seine anderen Gegner bezwungen hat und mit
6 aus 7 den Turniersieg nur wegen der schlechteren Buchholzwertung dem Gründauer Lars Meier
überlassen musste. Petr holte ebenfalls 3,5 aus 7 und Rang 19. Bei Murat waren es 3 aus 7 und
Rang 36. Swetlana konnte ihr gutes Spiel leider nicht verwerten, weil einige ausgeglichene oder
sogar klar bessere Stellungen in Zeitnot verloren gingen. Die Bedenkzeit war mit 90 Minuten für
die gesamte Partie nicht üppig, dennoch wird sie noch an ihrer Zeiteinteilung arbeiten müssen.
Spielerisch konnte sie in Gernsheim auch gegen starke Gegner überzeugen. Wenn nur die Uhr
nicht gewesen wäre! Für Elias lief es in Gernsheim nicht rund. Dass er es besser kann, hat er
vor kurzer Zeit in der Offenen Jugendmeisterschaft der Schachfreunde Frankfurt bewiesen, die er
souverän mit 7 aus 7 gewann. Kopf hoch, Elias!
Im B-Turnier mit 122 Teilnehmern wurde Anton mit 5 aus 7 und Rang 18 bester FTV Spieler, gefolgt
von Philipp mit 4,5 aus 7 und Rang 31 und Max mit 3,5 aus 6 und Rang 66.Saskia konnte wegen
der Konfirmation ihrer Schwester an zwei Runden nicht teilnehmen und wäre mit 3,5 aus 4 trotzdem
fast bestes Mädchen geworden. Thomas holte in seinem allerersten Turnier mit langer Bedenkzeit 2
Siege und ein Remis.
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Wir bedanken uns im Namen der Kinder und Jugendlichen bei Gernot, der die Kosten für unseren
Nachwuchs übernommen hat. Auf den Fotos vom Zeltlager kann man sich davon überzeugen, dass seine
großzügige Spende gut angelegt war. Viele Teilnehmer, von denen einige in Gernsheim ihre erste
Nacht unter freiem Himmel verbracht haben, freuen sich schon jetzt auf Pfingsten 2010!
von Dominik Storch
Nachdem wir (mit Ingo, Josip, Grover und Paul) in den ersten beiden Runden die Mannschaften von
Eschbach-Usingen (4:0) und den Schachfreunden Frankfurt (2,5:1,5) besiegen konnten, fand am vergangenen
Montag das Finale gegen Oberursel in unserem Spiellokal statt.
Am ersten Brett gelang Ingo mit den schwarzen Steinen ein sensationeller Sieg gegen FM Robert Schlamp (DWZ 2295).
Mit zwei Springern gegen Turm und Bauer konnte er zentrale Springerfelder behaupten und die Bauernmehrheit
seines Gegners am Damenflügel blockieren. Die ungünstige Stellung des weißen Königs zwang seinen Gegner,
den Turm gegen einen der Springer zu geben und als Ingo noch einen Bauern gewann, gab der FM mit Minusfigur
und schlechterer Bauernstruktur auf.
Damit hat Ingo im diesjährigen Viererpokal bereits den zweiten FM-Skalp erbeutet, denn in der vorherigen
Runde gewann er (ebenfalls mit Schwarz) gegen FM Maeder von den Schachfreunden.
Am zweiten Brett kam Grover mit Weiß gegen Jan Sohl (DWZ 2110) schon in der Eröffnung in Schwierigkeiten
und musste im Mittelspiel die Qualität geben. Auf den ersten Blick sah der dadurch entstandene Freibauer
stark aus, aber als sein Gegner einen Turmtausch erzwang, war das Endspiel mit Springer gegen Turm und
Bauern auf beiden Flügeln verloren. Sein Gegner wickelte dennoch ins Remis ab.
Am dritten Brett hatte Gernot, der für Josip eingesprungen war, seinem Gegner Thomas Schwenkreis (DWZ 2108)
bereits einen Bauern abgeknöpft, aber dann machte sich die fehlende Spielpraxis in den letzten Jahren bemerkbar
und er übersah einen Mattangriff, den er nicht mehr abwehren konnte. Im nächsten Jahr wird er bestimmt wieder
zu alter Stärke zurückfinden.
Am vierten Brett hatte Paul mit Schwarz gegen Volker Gries (DWZ 2037) die Qualität gewonnen, konnte aber
seinen König nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der schwarze König auf d7 versteckte sich notdürftig
hinter einem isolierten Bauern auf d6 und Paul hatte große Mühe, die Drohungen der aktiv postierten weißen
Figuren abzuwehren. Die Stellung war vermutlich nicht verloren, aber extrem schwierig zu verteidigen, was dem
als Angriffsspieler gefürchteten Paul leider nicht gelang.
Insgesamt also eine knappe Niederlage (1,5:2,5) gegen eine starke Oberurseler Mannschaft.
Als Finalist des Bezirkspokals ist der FTV automatisch für den Hessenpokal qualifiziert und wird dort hoffentlich
für eine Überraschung sorgen.