Jugend-Berichte

Jugend-VM 2008

1. „Halboffene“ Jugendvereinsmeisterschaft des Frankfurter TV 1860

Da die Nachwuchsarbeit in der Schachabteilung des Frankfurter Turnvereins 1860 einen hohen Stellenwert hat, wollten wir unseren Kindern und Jugendlichen in diesem Jahr etwas Besonderes bieten und richteten die diesjährige Vereinsjugendmeisterschaft erstmalig als offenes Jugendschnellschachturnier mit Gästen aus anderen Vereinen der Umgebung aus. Da wir damit Neuland betraten, wollten wir das Turnier nicht zu groß werden lassen und fragten lediglich bei wenigen Vereine aus dem näheren Umfeld an – die erfreulicherweise alle jugendliche Teilnehmer stellten.
Ziel war es, sowohl unseren besten Jugendlichen starke Gegner und somit ein spannendes Turnier zu bieten, als auch unseren jüngeren Kindern schlagbare Gegner und Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Was auch geglückt ist, denn sowohl die Spitze als auch die hinteren Bretter waren stark umkämpft.
Im Ravensteinzentrum in der Nähe des Zoos warteten ein festlich geschmückter Turniersaal (in der Nacht zuvor wurde dort eine griechische Hochzeit gefeiert), edle Holzbretter, ein Buffet mit Essen und Getränken sowie eine professionelle Turnierleitung durch unseren Vorsitzenden Hendrik Raab auf die zahlreichen Teilnehmer aus Frankfurt, Offenbach, Bad Homburg und Bad Nauheim.
Um auch den besten Nachwuchsspielern eine Herausforderung zu bieten, nahmen einige erwachsene Spieler des FTV 1860 am Turnier teil Wer aber geglaubt hatte, die Erwachsenen würden den Turniersieg unter sich ausmachen, wurde eines Besseren belehrt: An den vorderen Brettern waren auch noch in der letzten Runde viele Kinder vertreten, während „Senioren“ sich an den hinteren Brettern gegen den erfolgshungrigen Nachwuchs behaupten mussten.
Mit insgesamt 22 Teilnehmern war das Turnier deutlich größer als bei der internen Austragung in den vergangenen Jahren. Gespielt wurden 7 Runden Schweizer System mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. An den ersten beiden Brettern waren mit Dietmar Rübsamen und Paul Krzesinski Erwachsene gesetzt. Ihnen gilt unser besonderer Dank für ihre Teilnahme. Schließlich ist die Möglichkeit einer „Blamage“ in einem solchen Turnier mit vielen motivierten und talentierten Kindern und Jugendlichen nicht gering zu schätzen.
Einer der erwachsenen Teilnehmer wurde für seinen Mut belohnt: Paul Krzesinski, Jugendtrainer des FTV 1860, der mit nur einem halben Punkt Vorsprung vor dem erst 13jährigen Dominik Will das Turnier gewann.
Bei der getrennten Wertung nach Altersklassen konnten sich in der U18 und U16 die Bad Nauheimer Brüder Dominik und Patrick Will durchsetzen. Den 1. Platz der U14 belegte Gavin Greif von Makkabi Frankfurt. Die Altersklassen U12, U10 und U8 gingen dank Murat Diyap, Peter und Sebastian Keller an den Gastgeberverein. Toll auch, dass sich drei U8-Spieler bereit fanden, bei diesem Turnier mit gemischten Altersklassen mitzuspielen. Der beste U8-Spieler Sebastian Keller erreichte immerhin 2,5 Punkte!
Von den FTV-Jugendlichen erzielte Michael Medvedoski mit 4 Punkten das beste Ergebnis und ist somit FTV-Jugendmeister 2008. Sein Name wird nun schon zum dritten Mal auf dem Wanderpokal eingraviert!
Wegen des Zuspruchs, den die Spielbedingungen und die entspannte Atmosphäre bei unseren Jugendlichen und Gästen fanden, ist eine Neuauflage der offenen Jugendvereinsmeisterschaft im nächsten Jahr fest eingeplant. Dann soll der Kreis der eingeladenen Vereine auf den gesamten Bezirk ausgedehnt werden. Der FTV freut sich schon auf Euch!

Dominik Storch


Bericht zur Deutschen Vereins-Jugendmeisterschaft (U14w) 2004

I Einleitung
Die diesjährige Deutsche Vereins-Jugendmeisterschaft (DVM) für 4-er Mannschaften fand vom 26.-30. Dezember in Dittrichshütte (Thüringen) statt. Insgesamt hatten sich 20 Mannschaften qualifiziert, der Landesmeister aus jedem Bundesland sowie vier Teams über Freiplätze.
Der Frankfurter TV 1860 hat an diesem Turnier zum ersten Mal teilgenommen. Im März 2004 gelang es uns, mit unserer U12w nicht nur die Hessenmeisterschaft in unserer Altersklasse zu erlangen, sondern sogar die teilnehmenden U14w-Mannschaften hinter uns zu lassen. Dieses war ein großer Erfolg und gleichbedeutend damit, dass wir Hessen bei der DVM U14w vertreten durften. Diese große Herausforderung sollte nun also angegangen werden.
II Die Mannschaft
Unsere Mannschaft bestand aus vier Mädchen, eines davon (Nino Begeluri) war ehemals bereits Hessische Einzelmeisterin und ging nun für uns am 1. Brett an den Start. Auch Ina Kuhn, unsere Brett 2 Spielerin, war bereits Hessenmeisterin und somit Deutsche Meisterschaft-erfahren. Für Saskia Schwarz (Brett 3) und Lara Karbalaie (Brett 4) sollte die DVM eine vollkommen neue Erfahrung werden.
III Der erste Tag – Anreise
Wenn die Anreise auch etwas beschwerlich war – erst hatten wir uns verfahren und dann fanden wir uns im tiefsten Schneegestöber wieder – gelangten wir doch noch rechtzeitig nach Dittrichshütte. Das Schullandheim ist idyllisch in einem kaum bewohnten Gebiet gelegen, abgezäunt und somit für Kinder ein Paradies, da sie sich hier frei aufhalten können und hier viele Spiel- sowie Aktivitätsmöglichkeiten haben (später mehr dazu). An diesem Tag war Thüringens erster Schneefall in diesem Jahr und somit war das für uns Frankfurter etwas ganz Besonderes. Und es sollte die nächsten 2 Tage nicht mehr aufhören zu schneien! Die Kinder konnten sich Schlitten ausleihen und Schneeballschlachten veranstalten. Es war ein sehr schöner Beginn für eine derartige Meisterschaft, bei der schließlich auch die Freizeit und der Spaß der Kinder nicht zu kurz kommen sollte.
Die erste Mannschaftsführer-Besprechung konnte erst gegen 23.30 Uhr stattfinden, da einige Teams mit ihren Sommerreifen im verschneiten Thüringer Wald stehen blieben und erst mittels der Hilfe von Taxis verspätet eintrafen.
Die Setzliste wurde erstellt und Paarungen für die erste Runde ausgelost. Wir waren auf Platz 19 gesetzt, was schon gleich zu Beginn die starke Konkurrenz zeigte, u.a. SG Porz (Köln) und Hamburger SK von 1830, die mit ihrer jeweils ersten Erwachsenen-Mannschaft in der Schach-Bundesliga aktiv sind. Die SG Porz ist momentan gar Tabellenführer.
IV Erster Spieltag
1. Runde: Gegner: TuS Coswig 1920
Am Montag war dann der erste Spieltag. Es ging gegen den TuS Coswig 1920, gesetzt an Platz 9. Unsere Mädels verkauften sich richtig gut – und erreichten eine denkbar knappe 1,5:2,5 Niederlage. Dabei wäre zumindest ein 2:2 Unentschieden für uns fast drin gewesen. Doch leider konnte Nino ihre Partie an Brett 1 trotz zwischenzeitlicher Führung nicht für sich entscheiden. Ein Remis hatte sie aber für die Mannschaft noch geholt. Insgesamt war das aber zum Auftakt ein sehr gutes Resultat, das Hoffnung auf mehr machte und gezeigt hat, dass unsere Spielerinnen auch gegen deutlich stärker eingeschätzte Gegnerinnen für Überraschungen gut sein können.
2. Runde: Gegner: SC Vaterstetten
Die Gegner der 2. Runde (SC Vatterstetten) waren wieder sehr stark. Nach Bekanntgabe dieser Paarung begann das Vorbereitungs-Training auf dem Betreuer-Zimmer: modern mit Laptop und Partiensammlungen der vergangenen Jahre. Es wurden Eröffnungen gezeigt und eintrainiert. Insbesondere sollten die Stärken der Gegner umgangen und Schwächen (insbesondere in der Eröffnung) erkannt werden. Ein harter Kampf sollte beginnen und unsere Kinder waren bereit. Und es sollte auch sehr positive Resonanz geben: denn nach etwa einer Stunde standen alle noch ausgeglichen, sogar mit leicht besserer Stellung an jedem Brett für uns, Lara stand sogar schon leicht auf Gewinn. Dann: Stromausfall! Es war Winter und nach 18 Uhr: stockdunkel - und das bei einer Deutschen Meisterschaft! Die Veranstalter organisierten Kerzen und begannen, das gesamte Spiel-Lokal damit auszuleuchten. Ein für die Spieler untragbarer Zustand, denn trotzdem konnten die Figuren kaum erkannt werden. Ein Schiedsrichter-Entschluss führte zum Abbruch sämtlicher Partien und Vertagung der Runde auf den nächsten Tag. Dabei sollten die Partien noch einmal von Beginn an neu gespielt werden. Dieses war psychologisch gesehen ein herber Schlag. Die Kinder trauerten ihren guten Stellungen nach und verspürten wenig Lust, gegen dieselben Gegnerinnen noch einmal neu starten zu müssen, da sie befürchteten, nicht noch einmal so gut auszusehen. Vom Betreuer war nun also Höchstarbeit zu verrichten. Helena Fischer, selbst mehrfache Hessenmeisterin und Teilnehmerin an Deutschen Meisterschaften, konnte hier aus ihrem reichhaltigen Fundus schöpfen. Sie hatte die Kinder für den nächsten Tag wieder aufzurichten.
V Zweiter Spieltag – 28. Dezember
2. Runde, die Zweite:
Trotz allen Aufbauversuchen seitens unseres Teamcaptains gingen die Mädels immer noch ein wenig traurig und gefrustet in die Wiederholung der 2. Runde. Leider hat der Betreuer der gegnerischen Mannschaft keine Lust verspürt, sich heute erneut von uns vorführen zu lassen, und seine Kids dementsprechend am Vortag lange und ausführlich auf die von uns einstudierten Eröffnungen vorbereitet und genau die Lücken und Schwächen geschlossen, die wir als Grundlage unserer Taktik ausnutzen wollten. Hierdurch waren unsere Kinder, als sie dies bemerkten, sehr überrascht und überrumpelt, was sich dann auch im Resultat der Spiele äußerte: 1-3 Niederlage. Sehr frustrierend für alle (Spieler + Betreuer).
3. Runde: Gegner: SF Paderborn 2000
Für die nächste Runde wurde dann versucht, die Kinder entsprechend viel zu trainieren und auf die neuen Gegner vorzubereiten, damit auch das psychologische Befinden der Spieler gestärkt wird. Die Kinder zeigten ihr Kämpferherz. Gegen den an 12 gesetzten Gegner wurde von unseren Mädels alles versucht und ein verdienter, sauber ausgespielter 2,5:1,5 Sieg für uns war das Resultat. Die Stimmung unter den Spielern war natürlich nach so einem Erlebnis (dem ersten Sieg auf dieser Deutschen Meisterschaft!) sehr gut und hielt noch lange an.
VI Dritter Spieltag – 29. Dezember
4. Runde: Gegner: SV Königsspringer Lemgo
Mal wieder deutlich stärkere Gegner als wir. Mit hartem Kampfwillen zeigte unsere Mannschaft, was sie zu leisten imstande ist. Ein sensationelles 2-2 sollte diese Runde abschließen! Unglaublich geradezu der Sieg von Nino an Brett 1, gegen eine Gegnerin, die nicht nur deutlich älter sondern vor allen Dingen auch schachlich eigentlich deutlich stärker einzuschätzen ist. Man vergleiche alleine die Wertungszahlen der beiden, die in etwa die Spielstärke angeben: Nino: 1086, ihre Gegnerin: 1694!
5. Runde: Gegner: SC Untergrombach
Die nächste Runde erwartete uns nun ein schwächerer Gegner (der einzige, der hinter uns gesetzt war,....) und somit sollte dieses einen Pflichtsieg darstellen. Deshalb wurde versucht, die Kinder entsprechend viel zu trainieren und auf die neuen Gegner vorzubereiten. Leider erwies sich diese Taktik letztlich als sehr fatal, denn 4 Kinder innerhalb von lediglich 35 Minuten direkt vor der Partie vorzubereiten war eine erhebliche Belastung sowohl für die Kinder als auch für den Betreuer. Gerade so zur Runde eingetroffen, fühlten sich die Kinder scheinbar in Zeitnot und spielten allesamt 15 Züge in nur wenigen Minuten. Dem Betreuer sollte sich der Magen herumdrehen, denn nach genau diesen wenigen Zügen standen schon alle auf Verlust: teilweise waren sogar Figurenverluste zu verzeichnen. Unsere Gegner ließen dann auch nichts mehr anbrennen und fertigten uns mit einer 1-3 Niederlage ab.
VII Vierter Spieltag – 30. Dezember
6. Runde: Gegner: SG Blau-Weiß Stadtilm II
Am letzten Spieltag ging es nun gegen den momentanen Tabellenletzten, die zweite Mannschaft des Gastgebers, die als kurzfristiger Nachrücker teilnehmen durfte.
Hier sollten sich eigentlich gute Möglichkeiten für einen abschließenden Sieg unserer Mannschaft bieten. Mit dann 5:7 Punkten hätte man einen vorher nicht für möglichen gehaltenen Punktestand erreicht.
Doch grau ist alle Theorie, wie sich bald herausstellen sollte. Die bisher noch punktlosen Gegnerinnen von Stadtilm spielten groß auf, wollten wohl keinesfalls vollkommen ohne Erfolgserlebnis nach Hause fahren. Unterstützt wurden sie dabei von einigen leichten und vermeidbaren Fehlern unserer Crew. Letzten Endes stand leider eine bittere 1,5:2,5 Niederlage für uns zu Buche. Trotzdem sind wir in der Abschlusstabelle immerhin noch 2 Plätze besser als unser Setzplatz zu finden, was immer noch ein zufriedenstellendes Ergebnis sein sollte.
Rang MNr Mannschaft TWZ At S R V Man.Pkt. Brt.Pkt Buchh
1. 1. SK König Plauen 1518   4 2 0 10-2 15.0 44.0
2. 4. SC Schwabmünchen 1404   4 1 1 9-3 17.0 43.0
3. 5. ESV Delitzsch 1366   4 1 1 9-3 15.5 40.0
4. 3. SG Porz e. V. 1434   4 1 1 9-3 14.5 44.0
5. 8. SG Blau Weiß Stad 1220   4 0 2 8-4 16.5 40.0
6. 2. TSV Heumaden 1893 1466   3 2 1 8-4 14.5 40.0
7. 10. SV Franckesche St 1197   3 1 2 7-5 13.0 33.0
8. 6. SV GA Rüdersdorf 1361   2 2 2 6-6 14.0 47.0
9. 7. SC Nastätten 1227   3 0 3 6-6 13.5 44.0
10. 14. SC Vaterstetten 875   3 0 3 6-6 11.5 38.0
11. 9. TuS Coswig 1920 1207   3 0 3 6-6 11.0 42.0
12. 16. Hamburger SK von 838   3 0 3 6-6 10.0 34.0
13. 17. Post-SV Memmingen 759   3 0 3 6-6 10.0 28.0
14. 20. SC Untergrombach 697   2 1 3 5-7 10.5 28.0
15. 11. SV Königsspringer 1052   1 2 3 4-8 11.0 33.0
16. 13. Meuselwitzer SV 911   2 0 4 4-8 9.0 33.0
17. 19. Sabt Frankfurter TV 715   1 1 4 3-9 9.5 26.0
18. 12. SF Paderborn 2000 985   1 1 4 3-9 9.0 29.0
19. 18. VfL Köthen 720   1 1 4 3-9 8.0 27.0
20. 15. SG BW Stadtilm II 841   1 0 5 2-10 7.0 27.0
Erklärung zur Tabelle:
„TWZ“ bedeutet Turnierwertungszahl und gibt die Durchschnittsstärke der einzelnen Mannschaften an. Diese Zahl steigt oder fällt bei jedem einzelnen Spieler nach jedem gespielten Turnier, je nachdem wie viele Punkte der einzelne Spieler geholt hat und wie stark die Gegner waren.
VIII Resümee
Als Resümee kann man von einer insgesamt gelungenen Woche sprechen. Sportlich gesehen ist es erfreulich, dass wir 2 Plätze besser als unser Setzplatz waren. Außerdem waren wir in keinem Spiel chancenlos, haben immer mindestens an einem Brett gewonnen. Auch die beiden äußerst knapp mit 1,5:2,5 verlorenen Spiele zeigen, dass mit einem Quäntchen mehr an Glück vielleicht sogar noch mehr drin gewesen wäre. Ina hätte zudem mit 4 Punkten aus 6 Spielen fast den Brettpunktpreis für die beste Leistung an Brett 2 errungen, lediglich ein halber Punkt hat gefehlt. Auch Nino hat mit 3 Punkten aus 6 Spielen ein tolles Ergebnis am Spitzenbrett geholt. Eine deutliche Leistungssteigerung war unübersehbar. Auch Lara kann mit ihren 2,5 Punkten am 4. Brett mehr als zufrieden sein. Es war ihr erstes Turnier dieser Größenordnung. Ein wenig unglücklich agierte Saskia an Brett 3. Sie musste leider mit 0 Punkten im Gepäck wieder die Heimreise antreten. Sicherlich auch mit ein Grund, weshalb die Mannschaft nicht eine noch bessere Platzierung erreicht hat. Saskia beweist momentan als Mannschaftsspielerin in der untersten Klasse der Erwachsenen, dass sie grundsätzlich durchaus auch mit älteren Spielern mithalten kann. Hier hat sie schon einige Punkte diese Saison erreicht. Aber die DVM war dieses Jahr leider nicht ihr Turnier.
Aber auch außerhalb des Schachtrainings und –spielens hatten die Kinder ihren Spaß. Auf dem Programm standen Schlitten fahren und Schneeballschlachten draußen, Kegeln drinnen. Des weiteren gab es einen gemeinsamen Grillabend und ein Outdoor-Labyrinth, welches die Kinder durchwandern konnten. Den freizeitlichen Höhepunkt bildete der Besuch der Sommerrodelbahn am letzten Tag mit einigen Fahrten.
Damit die Kinder sich schachlich weiterentwickeln, ist es enorm wichtig, dass sie den Spaß an der Sache behalten, gerade auch dann, wenn wie bei einer Deutschen Meisterschaft fast schon leistungssportliche Anforderungen an die Kinder gestellt werden. Deswegen ist die Wichtigkeit von Freizeitaktivitäten, gerade auch gemeinsam um den Teamgedanken zu stärken, nicht zu unterschätzen.
IX Danksagungen
Sehr herzlich danken möchten wir auf diesem Wege den Ehepaaren Sack und Buskase, sowie dem Hauptverein, die uns finanziell unterstützten und ohne die diese Reise vielleicht nicht möglich gewesen wäre.


Bericht zum Turnier in Hattersheim (22.06.03)

Schachspieler und ihr Traum vom Fliegen

Wie auch schon im letzten Jahr, lockte das Schachturnier in Hattersheim mit einer Flugreise innerhalb Europas. Der Sieger der U20 durfte besagte Reise anstatt eines Pokals mit nach Hause mitnehmen. Folglich gab es auch prompt ein paar Kandidaten, die meinten, mal um diese Reise mitmischen zu können, Julian Geske und Jens Koller. Dieser Knirps Julian spielt normalerweise U12 und Koller U14. Doch außer denen waren die Gruppen total normal aufgeteilt.
Wir hatten 4 Leute am Start, plus unseren Dauerbetreuer Hendrik. Maxi und Michael versuchten sich in der U10, da es bei dem Turnier noch keine U8 gab, in der sie beide hätten mitspielen können! Dann war noch Florian dabei, der in der U16 spielte, er war mit seinem Ergebnis wohl nicht sehr zufrieden, da er mich förmlich anbettelte, ihn doch im Bericht nicht zu erwähnen. Wir werden später noch genauer sehen, was er denn meinte. Als letzter, oder besser ältester hat Paul teilgenommen. Seine Altersklasse war die U18 (auch bekannt als Königsklasse!).
Wie gewohnt kam auch dieses Turnier nicht ohne eine "kleine" Verspätung aus, die Organisatoren haben sich ca. eine ¾ Stunde mehr genommen, damit auch ja nix schief läuft. Endlich fiel der Startschuss für alle Altersklassen, und es wurde wild drauflosgespielt! Ausnahmsweise hatten wir keine ungewohnten Zwischenfälle zu melden, was den Hendrik sicherlich erleichtert hat. Dennoch musste er einiges an Nerven lassen beim betreuen der U10er, die manchmal Gespenster auf dem Brett sehen, von denen Hendrik jede Nacht träumt. Doch blieben diese Erfahrungen eindeutig eine Seltenheit, zum Wohl unseres Betreuers!
In der Pause hatten wir alle einen Moment der Ruhe und Erholung, es begann eine Fressorgie! Mmm, lecker!!! Das muss man gestehen, das angebotene Essen hat super lecker geschmeckt! Zwischenzeitlich gab es zwar einen Würstchenmangel, doch der wurde schnell behoben und es konnte weiter gegessen werden. Es wurde ja auch reichlich Kuchen angeboten, der meiner Meinung nach vorzüglich geschmeckt hat! Und die Essensmarken lagen auf dem Boden, man musste sie nur aufheben! (*g* Hab welche gefunden!) Wäre was für den Holger gewesen!
Nach der Mittagspause haben wir uns alle noch mal so richtig ins Zeug gelegt! Unsere beiden U10er sind trotz der schwierigeren Altersklasse dennoch unter die besten 10 gekommen, was eine sehr starke Leistung ist, und uns für die Zukunft hoffen lässt! Glückwunsch an euch, Maxi und Michael! Kommen wir zu unserem Pechvogel, Florian. Er hat 5 Punkte in 9 Spielen gemacht, das hört sich erst mal gar nicht schlecht an. Gut, es sind einige Leute mit weniger DWZ als er vor ihm gelandet, insbesondere einer mit nur 900, aber ich glaube, der spielt normalerweise nur U12. Also, keine Schande hinter diesem kleinen Streber zu landen! Dann wären da noch einige Leute, die sowieso besser sind als DU, Florian! Und mit dem 6. Platz kann man doch zufrieden sein, es geht doch ums mitspielen nicht ums gewinnen, das ist doch nur das i-Tüpfelchen!
Nachdem wir uns die Floriansche Tragödie angeschaut haben, sehen wir uns jetzt die Paulsche Tragödie an. Er ist in der U18/U20 gestartet, und musste von Anfang an entrüstet feststellen, dass sich da noch einige "kleinere" Spieler in seine Gruppe gemischt haben! Nun ja, er hat ihnen trotz enormer DWZ-Unterschiede den Kampf angesagt. Leider musste er am Ende feststellen, dass er vernichtend geschlagen wurde! Von drei Pflichtsiegen abgesehen, hat er gegen die gesamte Elite antreten müssen, sprich er hat gegen die ersten 5 Plätze spielen müssen. Die haben ihm dann allerdings auch gezeigt, warum sie denn so viel mehr DWZ haben. Doch es kommt noch dicker! Die einzigen zwei weiblichen Teilnehmerinnen in der U18/U20 waren auch noch jeweils einen Platz vor ihm. Er ist abgeschlagen auf dem 8. Platz gelandet in der gemischten Wertung. In der U18 hat er immerhin noch den 4. Platz gemacht.
Eindeutig haben diesmal die kleineren Vereinsmitglieder den längeren gezogen und sind nicht nur mit besseren Platzierungen als die Älteren nach Hause gegangen, sondern auch noch mit besseren Preisen! Sie durften sich Magnetschachspiele nehmen, während für die U18 nur noch ein Frisbee übriggeblieben ist. Aber wir gönnen ihnen ja den Erfolg, beim nächsten mal drehen wir den Spieß halt um!

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Bericht zum Turnier in Steinbach (14.06.03)

Pizza essen mal anders

Gleich mit 10 Leuten ist unser Verein bei dem Jugendturnier in Steinbach angetreten. 8 davon durften auch am Turnier Teilnehmen, die anderen 2 waren unsere beiden Betreuer, Hendrik und Helena, die sich das ganze Turnier über um die ganze Meute gekümmert haben. Nach der Ankunft in Steinbach am 14.6.03, ein Samstag, haben wir uns erst einmal gesammelt um dann kollektiv die erste Hürde des Turniers zu nehmen, die Anmeldung. Schnell mussten wir feststellen, dass diese Hürde größer war, als wir dachten, denn die Herren bei der Anmeldung haben sich doch recht schwer damit getan 10 mal 3 Euro einzusammeln. Da das Turnier in diesem Jahr zum ersten mal stattgefunden hat, wollen wir das nicht so kritisch sehen.
Zu beginn sah der Turniersaal noch recht verlassen aus, doch das änderte sich recht schnell. Insgesamt haben sich ca. 130 begeisterte Schachspieler zusammengefunden. Mit einer leichten Verzögerung ging das Turnier dann auch prompt los. Es wurden nur schnell noch ein paar Sachen am Turniermodus geändert, und schon konnte man die ersten Partien verfolgen. Leider blieben kleine Reibereien mit den Schiedsrichtern nicht erspart. So hat z.B. hier und da mal jemand in fremde Partien eingegriffen, was eigentlich verboten ist. Doch selbst der Schiedsrichter hat es sich einmal nicht nehmen lassen und bei einer Partie auf Zeit reklamiert und das Ergebnis eingetragen. In diesem Punkt kann man nur auf Besserung hoffen.
Doch kommen wir zum Eigentlichen, das Schachspielen. Fangen wir bei den ganz kleinen an, die U8. Hier hatten wir nur einen Teilnehmer stellen könne, der hatte es dafür aber in sich! Michael trat bei dem Turnier in besagter Altersklasse an, und gewann seine Klasse auch direkt. Mit 8,5 Punkten aus 9 Spielen hat er ein super Ergebnis erzielt und sich mit 1,5 Punkten von der Konkurrenz abgesetzt! Glückwunsch.
In der nächsten Altersklasse, der U10, haben wir 2 Spieler aus unserem Verein gehabt. Es waren Maximilian und Saskia. Beide haben ein hervorragendes Turnier gespielt und waren am Ende mit 6 aus 9 Punkten auf dem 5. bzw. 6. Platz, es muss an der Pizza gelegen haben, die uns unsere beiden Betreuer während der Mittagspause geholt haben. Bei einem Teilnehmerfeld von 30 Kids ist das ein starke Leistung. Auch an die beiden Glückwünsche.
Kommen wir zu den nächsten zwei, Yuval und Martin. Die beiden haben in der U12 teilgenommen. Sie haben mit 3,5 aus 9 und 2,5 aus 9 ein Solides Ergebnis erzielt und sind am Ende auf dem 13. und 19. Platz gelandet. Ebenfalls an die beiden Glückwünsche. Schließlich die vorletzte Gruppe, die U14. Wie in den Gruppen zuvor waren auch hier 2 von uns dabei, Marina und Konstantino. Sie haben 3,5 und 3 Punkte aus 7 Spielen erreicht. Marina konnte besonders gegen Ende des Turniers gut punkten, während Konstantino eine konstante Leistung gezeigt hat.
Und "last but not least" die U18, in der lediglich Paul dabei war. Die U18 hat mit der U16 zusammengespielt, doch dennoch hat Paul fast ausschließlich gegen seine Altersgenossen gespielt. Er hat am Ende 4 aus 7 Punkten gehabt, das war in seiner Altersklasse der 5. Rang. Er konnte zufrieden nach Hause gehen, insbesondere da er gegen alle vor ihm platzierten gespielt hat und sich behaupten konnte.
1 Stunde vor dem geplanten Ende des Turniers war dann auch die Siegerehrung, wo jeder Spieler eine Medaille gekriegt hat, was mit Sicherheit bei den kleineren Teilnehmern Freudensprünge ausgelöst hat. Resümierend kann ich sagen, dass es vor allem für die jüngeren Spieler (U14 und jünger) sicherlich eine Freude war mitzumachen. In der U18 hätte ich mir etwas mehr Beteiligung gewünscht. Doch wie auf jedem Turnier gab es hier natürlich sowohl Höhepunkte als auch Tiefpunkte. Wollen wir hoffen, dass es nächstes Jahr nur noch Höhepunkte geben wird.

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